Keratosis pilaris: fast alles probiert, immer noch rau – was hilft wirklich?
Im Style-&-Beauty-Forum von Mumsnet schrieb eine Nutzerin, die seit jeher Keratosis pilaris (raue, rote „Gänsehaut“-Knötchen) an Armen und Beinen hat, sie habe genug. Sie zählte auf, was sie schon versucht hatte: Harnstoffcremes, chemisches und mechanisches Peeling, Seifenstück statt Duschgel, nur Eincremen, Sonne, Verzicht auf Gluten und Milchprodukte. Peelen machte die Haut kurz glatt, aber rot und gepunktet, und mit dem nahenden Sommer drückte es ihr aufs Gemüt, Arme und Beine zu zeigen. Der Thread kam auf 70 Antworten.
Was in den Antworten stand
-
Mehrere rieten zu Säuren statt Peelings. Eine schrieb, die Glykolsäure von The Ordinary zwei Mal pro Woche an den Oberarm-Rückseiten und der Verzicht auf Duschpeelings hätten ihre deutlich verringert. Die Verfasserin antwortete, sie wolle mechanisches Peeling ebenfalls aufgeben.
-
Harnstoff kam wieder auf, mit dem Hinweis, dass die Konzentration zählt; andere nannten die Salicylsäure-Creme von CeraVe und eine günstigere Boots-Eigenmarke.
-
KP-Speziallotionen hatten Fans und Kritiker: Bei einer verschwand die KP mit zweimal täglicher Anwendung über einige Wochen; die Verfasserin hatte schon zwei Tiegel ohne viel Wirkung aufgebraucht.
-
Manche sagten, ihre sei nach der Pubertät verblasst oder wirke hormonell; andere kaschieren mit getönter Lotion oder Selbstbräuner oder machen sich einfach keine Gedanken mehr.
-
Einige Vorschläge wie Vitamin-A-Tabletten oder weniger Eiweiß waren eher spekulativ, und eine Antwort fragte, was ein Dermatologe gesagt habe.
Anmerkung der Redaktion: Die American Academy of Dermatology nennt Feuchtigkeitscremes mit Harnstoff oder Milchsäure zusammen mit sanftem Peeling als typischen Schritt; zu den verschreibungspflichtigen Optionen gehören Säuren wie Salicyl- oder Glykolsäure sowie Retinoide. Sie schreibt außerdem, dass KP oft mit der Zeit nachlässt, nicht heilbar ist, dauerhafte Pflege braucht, damit Ergebnisse halten, und dass man bei ausbleibender Besserung nach 4–6 Wochen die Dermatologin oder den Dermatologen informieren sollte. Hochdosierte Vitamin-A-Präparate beginnt man nicht auf Forenzuruf – vorher ärztlich abklären.
Wer KP hat: Was hat am besten geholfen – Säuren, Harnstoff oder einfach in Ruhe lassen?
Original-Thread: Mumsnet Style & Beauty — „Die Keratosis pilaris leid“ · Quelle: AAD — Keratosis pilaris: Behandlung
Ein Zusatz für alle, die von Peelings auf Säuren umsteigen: Die US-Behörde FDA weist darauf hin, dass Alpha-Hydroxysäuren wie Glykol- und Milchsäure die Sonnenempfindlichkeit der Haut und die Sonnenbrandgefahr erhöhen können. Der von ihr empfohlene Hinweistext rät zu Sonnenschutz, bedeckender Kleidung und wenig Sonne während der Anwendung und eine Woche danach. Arme und Beine bekommen im Sommer am meisten Sonne ab – der Startzeitpunkt einer neuen Säureroutine zählt also. Quelle: FDA — Alpha hydroxy acids